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Zoofachhandel 2021

In der Schweiz leben über 8 Millionen Heimtiere. Für die artgerechte Haltung dieser Tiere spielen Zoofachgeschäfte eine Schlüsselrolle; sei dies durch Information und Beratung bei der Anschaffung, oder auch durch ihr Angebot an Gehegen und Zubehör. Je besser Zoofachgeschäfte ihre Kunden informieren und je tierfreundlicher ihr Angebot ist, desto grösser ist die Chance, dass die Kunden ihre Heimtiere korrekt halten.

Die Tierschutzverordnung (TSchV) schreibt für die Haltung verschiedener Tierarten Mindestvor-schriften vor. Diese gelten sowohl für private als auch für gewerbliche Haltungen, der Zoofach-handel muss sie demnach befolgen. Als wichtigen Schritt weitete das Bundesamt für Lebensmit-telsicherheit und Veterinärwesen (BLV) bei der Revision der Tierschutzverordnung zum 1. März 2018 die in Art. 111 TSchV aufgeführte Informationspflicht auf gewerbsmässige Verkäufer von Gehegen aus. Zoofachgeschäfte müssen nicht nur beim Verkauf von Tieren, sondern auch beim Verkauf von Heimtiergehegen schriftliche Informationen zur tiergerechten Haltung der jeweiligen Tierart abgeben. Zudem sollen in Geschäften sowie im Internet angebotene Gehege korrekt hinsichtlich ihres Verwendungszwecks deklariert sein.

Zur Überprüfung dieser erweiterten Informationspflicht gemäss Art. 111 Abs. 2 TSchV sowie zwecks Begutachtung der Tierhaltung führte der STS im Jahr 2021 erneut eine grossflächig schweizweit angelegte Zoofachhandel-Recherche durch.