STS-Stellungnahme

Primatenversuche an ETH und Universität Zürich

Bild: (c) und Bildrechte: Giorgia Müller, www.giorgiamueller.com

STELLUNGNAHME SCHWEIZER TIERSCHUTZ STS [ APRIL 2017 ]

Der Entscheid des Verwaltungsgerichts Zürich vom 5. April 2017 gibt den schwerstbelastenden Primatenversuchen entgegen aller Bemühungen und Vorbehalten von Tierschützern grünes Licht.

Aus Sicht des Schweizer Tierschutz STS dürften die Versuche wegen der schweren Belastungen für die Primaten aus Haltung, Umgang und Versuchsanordnung, sowie der fehlenden gesetzlichen Grundlagen als auch der fehlenden Erkenntnisse für die Gesundheit von Mensch und Tier und der fehlenden Übertragbarkeit auf den Menschen nicht bewilligt und durchgeführt werden.

Das Institut für Neuroinformatik der ETH und Universität Zürich hatte nach den 2009 vom Bundesgericht gestoppten Primatenversuchen erneut Tierversuche an Makaken geplant. Das Veterinäramt Zürich bewilligte 2015 die Tierversuche für drei Jahre. Dagegen legten drei Mitglieder der Zürcher Tierversuchskommission Rekurs beim Regierungsrat Zürich ein. Dieser wurde aber abgelehnt und so klagten die Rekurrenten nun beim Verwaltungsgericht Zürich, wurden aber erneut abgewiesen. Die Richter werteten entgegen dem Urteil des Bundesgerichts 2009 den Nutzen des Forschungsprojektes höher als die Belastungen für die Tiere und die Beeinträchtigung ihrer Würde.

Der Forscher und Neurowissenschaftler Valerio Mante will in den Versuchen mit dem höchsten Schweregrad, gleich wie 2006 seine Vorgänger Daniel Kiper und Martin Kevan, mittels implantierten Hirnelektroden an Primaten die Zusammenhänge psychischer Erkrankungen und Verhaltensmuster des Menschen experimentell erkunden.

Aus Sicht des Tierschutzes müssen die schwerstbelastenden Tierversuche allerdings aus mehreren Gründen abgelehnt werden. » weiterlesen [ detaillierte STS-Stellungnahme; pdf-File ]