STS-Report Tierausstellungen 2016

OFFA Frühlings- und Trendmesse St.Gallen

[ 13. bis 17. April 2016, besucht am 14. April 2016 ]
Die Tierhaltung an der OFFA konnte im Grossen und Ganzen als positiv bewertet werden. Die Gehege waren sauber und reichlich eingestreut. Die meisten Pferde wirkten entspannt, frassen, schliefen oder wälzten sich gelegentlich und hatten Wasser und Futter zur Verfügung. Viele Tiere waren sehr neugierig. Sie liessen sich gerne von den Besuchern streicheln. Leider waren die Boxen der grösseren Pferde und der fohlenführenden Stuten unter den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestgrössen. Einige Pferde zeigten klare Anzeichen von Langeweile. Bei den Pferden, die in Gruppen gehalten wurden, gab es keine Rückzugsmöglichkeiten voreinander. Aus Sicht des STS sollte eine Messe als Vorbild gegenüber dem Publikum dienen und Tierhaltungen zeigen, die auf die Bedürfnisse der Tiere Rücksicht nehmen. Es sollten deswegen in Zukunft zwingend grössere Gehege mit Rückzugsmöglichkeiten und Beschäftigung für die Tiere zur Verfügung gestellt werden. Zudem wären Auslaufmöglichkeiten wünschenswert. Der Umgang mit den Pferden wurde insgesamt als gut beurteilt – meist ruhig und respektvoll. Kritik kam aber bei den Vorführungen auf, wo beobachtet wurde, wie die Tiere gejagt und zum Beispiel zum Springen gezwungen wurden. Viele Pferde wirkten beim Durchlaufen des Messegeländes verängstigt, vor allem als sie neben einer lauten Schmiede vorbeigeführt wurden, aber auch wegen der lauten Musik vor dem Eintritt auf den Sportplatz.

Beim Ponyreiten war der Umgang mit den Tieren sorgsam, die Tiere durften regelmässig pausieren. Leider gab es aber während des ganzen Tages keine Möglichkeiten zur freien Bewegung. Negativ fiel auf, dass die Tiere den ganzen Tag auf der gleichen Hand geführt wurden, ohne Richtungswechsel, und sie ständig dem Lärm der danebenstehenden Schmiede ausgesetzt waren. Dieser stellte aber anscheinend - dank der tatsächlich schalldämpfenden Wände des Zeltes - keine Belastung für die Ponys dar.

Die Vorführungen des Walter Zoos erfolgten auf eine behutsame Art und Weise. Zu bemängeln war, dass die Tiere den ganzen Tag in kleinen Kisten / Behältern gehalten wurden.