STS-Report Tierausstellungen 2016

Tierausstellungen 2016

Tiere an Ausstellungen stehen an Publikums- und Fachmessen national wie regional hoch im Kurs. Das zeigt sich beispielsweise an der OFFA, BEA, LUGA, OLMA und der Comptoir Suisse an ungebrochen hohen Besucherzahlen, die an den mehrtägigen Veranstaltungen in die Hunderttausende gehen.

Häufig stehen die diversen Tierarten im Fokus der Ausstellungen und alles dreht sich «ausschliesslich nur» um sie. Allerdings nicht immer so beispielhaft, wie sich das aus Sicht des Tierschutzes aufdrängen würde. Vielen Besuchern dürfte nicht bewusst sein, dass die ausgestellten Tiere in mehrfacher Hinsicht unter der Ausstellungssituation leiden und der Umgang und die Unterbringung der Tiere oftmals wenig tierfreundlich gestaltet sind. Dass Hunde und Katzen durchgestylt und unnatürlich aufgepeppt seit Jahren nicht nur als begehrte Ausstellungsobjekte, sondern vor allem als Prestigeobjekte herhalten müssen, ist nichts Neues. Seit diese Art von Ausstellungen und Tiervorführungen populär geworden ist und sich auf weitere heimische und exotische Tierarten ausgedehnt hat, steht sie in der Kritik des Tierschutzes. Und obwohl es inzwischen punktuell spezielle Ausstellungsreglemente und Anpassungen der Tierschutzbestimmungen gegeben hat, musste der Schweizer Tierschutz STS in seinen Berichten 2016 leider erneut zahlreiche Verstösse und Übertretungen benennen. Als höchst fragwürdig entpuppten sich insbesondere die grossen besuchten Viehausstellungen.

Der Schweizer Tierschutz STS ist nicht gegen Tierausstellungen. Im Gegenteil, er begrüsst diese als Möglichkeit des Treffpunktes und Austausches von Tierhaltern und der übrigen Bevölkerung. Dabei muss den Tierausstellungen allerdings ein Vorbildcharakter zukommen hinsichtlich tierfreundlicher Haltung von und würdevollem Umgang mit den Tieren. Das sind Aussteller und Organisatoren den ihnen anvertrauten Tieren und den Besuchern schuldig. Genau hier möchte der Schweizer Tierschutz STS mit seiner Recherche für die dabei zu beachtenden Tierschutzaspekte sensibilisieren.