STS-Report Tierausstellungen 2016

Comptoir Suisse Lausanne

[ Vom 10. bis 19. September 2016, besucht am 13. September 2016 ]
Die Tierhaltung am diesjährigen Comptoir Suisse kann wie letztes Jahr als akzeptabel beurteilt werden. Alle Tiere waren sauber, gepflegt und schienen bei guter Gesundheit zu sein. Ausser einigen Kaninchen, die heftig atmeten, und einem nervösen Vogel waren alle Tiere ruhig und zeigten ein artgerechtes Verhalten. Die Gehege verfügten über Schlafstellen mit ausreichend sauberer und trockener Einstreu. Alle Tiere hatten Futter und - ausser die Kälber - Wasser. Einige Gehege hatten eine mustergültige Grösse (Schweine, Mutterkühe, Esel, einige Ziegen und Ziervögel).

Negativ aufgefallen ist die Tatsache, dass sich die angebundenen Rinder, die Kälber, Schafe und Pferde nicht oder nur in beschränktem Ausmass von den Besuchern zurückziehen konnten. Der STS bedauert zudem, dass gewisse Mindestanforderungen an die Haltungssysteme, wie sie in der Tierschutzverordnung vorgeschrieben sind, nicht eingehalten wurden. So wurden beispielsweise einige Vögel ohne Artgenossen gehalten, bei den Kälbern gab es kein Wasser, in einigen Volieren hatte es keinen Sand und die Vögel konnten nicht baden und in den Geflügelgehegen und in der Voliere der Prachtfinken (Estrildidae) hatte es keine Nester. Der STS steht zudem dem Verkauf von Tieren an Messen kritisch gegenüber, da dies die Besucher zu Spontankäufen verleiten kann. Die Ausstellung von problematischen Zuchtrassen wie Italienische Mövchen und Haubenkanarien sollte vermieden werden.