Der Tierschutz in der Schweiz

Wildtiere

Keine Tierquälereien bei Jagd, Sport und Hobby.

DAS NEUE JAGDGESETZ
Am 27. September wurde ein völlig missratenes Jagdgesetz in Kraft gesetzt. Kein einziges Anliegen des Tierschutzes wurde berücksichtigt. Tierquälerische Traditionen wie die Baujagd und die Ausbildung von Hunden am lebenden(!) Fuchs bleiben erlaubt. Der Schutz von bedrohten Tierarten wird massiv gelockert. Wölfe, auch Jungtiere, sind zum Abschuss freigegeben, ohne dass sie Schaden angerichtet haben. Anderen Tierarten wie beispielsweise dem Luchs, Höckerschwan oder Biber wird es nicht besser gehen, die Lockerung ihres Schutzes ist vorprogrammiert. Sogar der Steinbock, das Wahrzeichen unserer Alpen, bleibt jagdbar.

FISCHE
In der Schweiz leben weit über zwei Millionen Aquariumfische. Dazu kommt eine steigende Zahl von kommerziellen Speisefischzuchten. Obwohl bewiesen ist, dass falsch gehaltene Fische leiden, sind sie schlecht geschützt. Wir fordern deshalb eine zeitgemässe Anpassung des Tierschutzgesetzes auch auf Fische.

TAUBEN
Brieftauben werden in Wettflügen über lange Distanzen von teilweise mehreren hundert Kilometern eingesetzt. Unsere Recherchen beweisen, dass dabei nicht selten mehr als die Hälfte der Tauben ausfallen. Sie sterben aus Erschöpfung oder werden leichte Beute von Greifvögeln. Ein «Sport», der solche Verluste in Kauf nimmt, muss verboten werden. Wir stehen im Gespräch mit dem BLV und werden weiter Druck ausüben, damit diese Lücke im Tierschutzgesetz geschlossen wird.

GEFÄHRLICHE ZÄUNE
Viel zu viele Wildtiere und Vögel verheddern sich in Zäunen und sterben schreckliche Tode. Bisher kamen wir jedoch trotz unseren Bemühungen beim Schafzuchtverband und bei Zaunherstellern zu keinem Ziel. Nun wollen wir den Druck auf die Behörden verstärken, damit das Problem auf gesetzlicher Ebene gelöst wird.