Der Tierschutz in der Schweiz

Wildtiere

Sie müssen besser geschützt werden.

DIE JAGD
Die Revision des veralteten Jagdgesetzes ist abgeschlossen, mit katastrophalem Resultat. Keine einzige Forderung des Tierschutzes wurde berücksichtigt. Tierquälerische «Traditionen» wie die Baujagd und die Ausbildung von Hunden an lebenden Tieren sollen erlaubt bleiben. Der Schutz der Grossraubtiere soll massiv gesenkt und in die Kompetenz der Kantone übertragen werden. Sogar das Abschiessen von Wolfswelpen würde gestattet. Nachdem der Ständerat das revidierte Gesetz kommentarlos verabschiedet hat, wird es im Frühjahr 2019 im Nationalrat behandelt. Sollte es auch dort in der jetzigen Form beschlossen werden, wird der STS voraussichtlich gemeinsam mit den Naturschutzverbänden das Referendum ergreifen.

EXOTISCHE REPTILIEN
Ihre Haltung ist anspruchsvoll und bewilligungspflichtig. Nachdem sich der Verkauf über das Internet als Boom entwickelt hat, müssen jedoch immer mehr dieser Exoten beim illegalen Import an der Grenze beschlagnahmt werden. Da die Aufnahmekapazität der Zoos erschöpft ist, entstehen in Grenznähe spezielle Auffangstationen des Tierschutzes. Eine solche wird in Kreuzlingen im Frühjahr 2019 den Betrieb aufnehmen, Weitere sind bei STS-Sektionen in der Romandie und im Tessin geplant.

FISCHE
In der Schweiz leben weit über zwei Millionen Aquariumfische. Dazu kommt eine steigende Zahl von kommerziellen Speisefischzuchten. Obwohl bewiesen ist, dass falsch gehaltene Fische leiden, sind sie schlecht geschützt. Wir fordern deshalb eine zeitgemässe Anpassung des Tierschutzgesetzes auch auf Fische.

ZAEUNE
Viel zu viele Wildtiere verheddern sich in Zäunen und sterben schreckliche Tode. Nun versuchen wir, im Gespräch mit dem Schafzuchtverband und den Zaunherstellern Lösungen zur Beseitigung dieses Problems zu finden.