(25|04|08) Dem sinnlosen Abschlachten von Robben soll
endlich Einhalt geboten werden. Der Schweizer Tierschutz STS verlangt deshalb im Einklang
mit dem Dach- verband der europäischen Tierschutzorganisationen, Eurogroup for Animals,
ein Ein- fuhrverbot für sämtliche Robbenprodukte.
Alljährlich wiederholt sich das gleiche blutige Massaker vor der kanadischen Küste:
Aber- tausende Sattelrobben werden auf bestialische Weise umgebracht. Dieses Jahr sind es
mit 275000 von den kanadischen Behörden zur Tötung freigegebenen Tieren sogar noch
5000 mehr Robben als im Vorjahr. Zwar behauptet die kanadische Regierung, dass die
Jagdbestimmungen verschärft worden seien. Doch Recherchen des International Fund for
Animal Welfare (IFAW) vor Ort ergaben, dass sich an den grausamen Jagdmethoden nichts
geändert hat. In vielen Fällen sind die Robben durch die Schläge mit dem Haken auf den
Kopf nicht sofort tot und einigen Tieren gelingt die Flucht ins Wasser, wo sie qualvoll
verenden.
Heinz Lienhard, Präsident des Schweizer Tierschutz STS, ist empört: «Die Menschen in
der Schweiz haben kein Interesse daran, diese grausame Jagd zu unterstützen, indem
Robbenprodukte in die Schweiz eingeführt werden dürfen. Seit Jahren findet diese
weltgrösste Massenabschlachtung von Meeressäugetieren statt. Es reicht jetzt!»
Europaweites Importverbot gefordert
Der STS fordert deshalb den Bundesrat auf, den Import von Robbenprodukten zu ver- bieten.
Holland, Belgien, Kroatien, Slowenien, Mexiko und die USA verfügen bereits über ein
Importverbot. Deutschland und Italien bereiten ebenfalls ein entsprechendes Verbot vor. An
einer gemeinsamen Medienkonferenz haben heute der Dachverband der euro- päischen
Tierschutzorganisationen, Eurogroup for Animals, sowie der IFAW und die Humane Society
International EU-Umweltkommissar Stavros Dimas aufgefordert, dass die EU-Kommission den
Import von Robbenprodukten aus kommerzieller Jagd unver- züglich verbieten soll. Vom
Verbot nicht betroffen soll die traditionelle Jagd der Inuit mit der Harpune auf Robben
bleiben, welche nur gerade ein Prozent sämtlicher erlegter Tiere ausmacht.
Für Rückfragen:
Peter Schlup, Zoologe, STS-Fachstelle Wildtiere, Telefon 079 752 47 84 oder
Geschäftsstelle Schweizer Tierschutz STS, Telefon 061 365 99 99
Iain Reddish, Eurogroup for Animals, Brüssel, i.reddish@eurogroupforanimals.org
Tel.+ 32 2 740 08 92
|
|