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Keine Jagd auf Grossraubtiere!
(21|02|08)  Die Dachorganisation JagdSchweiz schiesst aus allen Rohren: Jetzt fordert sie sogar, die Jagd auf die Grossraubtiere Wolf, Luchs und Bär zu legitimieren. Auch fischfressende Vögel sollen selbst nicht einmal in Naturschutzgebieten während der Brutzeit verschont werden. Der Schweizer Tierschutz STS lehnt diese unsinnigen Forderungen ab. Die Grossraubtiere sind eine Bereicherung der Natur und sollen ihren Platz in der Schweiz haben.

Jetzt blasen die Jäger zum grossen Halali und wollen Grossraubtiere wie Wolf, Luchs oder Bär abknallen dürfen. JagdSchweiz, der Dachverband aller Jäger, begründet seine halt- lose Forderung damit, dass diese Prädatoren (Grossraubtiere) den Wildtierbestand von Rehen, Gämsen und Hirschen etc. gefährden könnten. In Tat und Wahrheit geht es aber darum, dass die Jägerschaft die unliebsame natürliche Konkurrenz loswerden will und um ihre Jagdtrophäen fürchtet. Die Argumentation von JagdSchweiz ist geradezu lächerlich angesichts der wenigen Wölfe und Bären, die in der Schweiz bisher gesichtet wurden und der kleinen vorhandenen Luchspopulation.

Der Schweizer Tierschutz STS ist ganz klar davon überzeugt, dass Luchs, Bär und Wolf in der Schweiz ihren Platz haben und wendet sich entschieden gegen jegliche Eingriffe in deren Bestand. Ebenso ist der STS dagegen, dass fischfressende Vögel wie Kormorane in Schutzgebieten geschossen werden. Dass dies sogar während der Brutzeit möglich sein soll, verletzt alle ethischen und moralischen Grundsätze des Tierschutzes.

Nach Ansicht des STS reguliert sich der Wildtierbestand zwischen Raub- und Beutetieren auf natürliche Weise. In Gebieten, wo der Wildtierbestand tief ist, ist meistens die Zer- störung des natürlichen Lebensraums durch den Menschen dafür verantwortlich, wie das Beispiel des Feldhasens deutlich zeigt. Es wäre falsch, deshalb die Prädatoren zu dezimieren.

Der STS empfindet es als Affront, dass JagdSchweiz mit einem derart unausgegorenen Vorschlag an die Öffentlichkeit tritt.


Für Rückfragen:
Peter Schlup, dipl. zool., STS Fachstelle Wildtiere, Telefon 032 338 21 57 /
STS-Geschäftsstelle, Telefon 061 365 99 99
sts@tierschutz.com