Eidg. Volksinitiative «Für sauberes Trinkwasser und gesunde Nahrung»

[ Für sauberes Trinkwasser und gesunde Nahrung - Keine Subventionen für den Pestizid- und den prophylaktischen Antibiotika-Einsatz ]

STELLUNGNAHME SCHWEIZER TIERSCHUTZ STS

Die Initiative fördert eine ökologische und kleinbäuerliche Landwirtschaft mit geschlossenen Kreisläufen, die durch kleinere Tierbestände auch dem Tierwohl zuträglich ist. Es besteht auch ein klarer Zusammenhang zwischen dem Tierwohl und der Qualität des Trink-, des Grundwassers und von Oberflächengewässern. Die Ziele der Trinkwasserinitiative sind daher tierschutzrelevant.

Der Schweizer Tierschutz STS setzt sich für die bäuerliche Tierhaltung ohne Tierfabriken ein. Deren Bewirtschaftung soll naturnah sein und die Biodiversität stärken. Um Flora und Fauna zu schützen und im Speziellen Fische, Vögel sowie Insekten nicht zu gefährden, ist eine drastische Reduktion der Einträge an Pestiziden nötig. Antibiotika sind hoch wirksame Stoffe, die in der heutigen Praxis viel zu häufig eingesetzt werden. Mit einer artgemässen Tierhaltung wird das Immunsystem der Tiere gestärkt und letztlich auch der Antibiotikaeinsatz reduziert.

Der STS unterstützt die Absicht, dass die Landwirtschaftsbetriebe das Futter für ihre Tiere selber produzieren oder dies allenfalls regional austauschen können. Auf dieser Futtergrundlage sollen die Nährstoffkreisläufe geschlossen und im Inland die Produktionskapazitäten ausgeschöpft werden. Damit will der STS verhindern, dass die tierische Produktion immer mehr ins Ausland verlagert wird.

Der Schweizer Tierschutz STS befürwortet die Ziele der Initiative, die die Wasserqualität themati-siert und damit die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt nicht gefährden will. Da kein Gegenvorschlag zur Debatte steht, heisst der STS die Initiative gut und fordert auf diesem Weg konkrete Lösungen für die Pestizid-, Antibiotika- und Nährstoffproblematik sowie die vorhandenen Vollzugsprobleme.