Eidgenössische Volksinitiative «Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide»

STELLUNGNAHME SCHWEIZER TIERSCHUTZ STS

Der Schweizer Tierschutz STS unterstützt die Absicht der Pestizidinitiative, indem sie die Rückstände von Pestiziden und anderen giftigen Substanzen thematisiert, die die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt gefährden können. Um die Lebewesen, die biologische Vielfalt und die natürlichen Kreisläufe zu schützen, ist eine drastische Reduktion der Einträge von Pestiziden nötig.

Der STS zielt umwelt- und agrarpolitisch darauf ab, dass die Umweltziele Landwirtschaft (UZL) eingehalten werden und die Landwirtschaft die Biodiversität und den Lebensraum von Fischen, Vögeln sowie Insekten nicht gefährdet. Neben drastischen Massnahmen im Aktionsplan Pflanzenschutzmittel des Bundes soll auch der Biolandbau gefördert werden. Dieser verzichtet nicht nur auf chemische Pestizide, sondern verlangt beim Tierwohl stets RAUS (Regelmässigen Auslauf) für alle Tiere. Letztlich ist die Forschung und Zulassung von Pestiziden auch auf Tierversuche angewiesen. Der STS fordert diesbezüglich alternative Methoden.

Der STS befürwortet auch das Ziel der Initiative, dass importierte Nahrungsmittel ebenfalls keine synthetischen Pestizide enthalten dürfen. Der STS verlangt somit dieselbe Handhabe wie bei den tierischen Produkten und fordert die «Gleichwertigkeit» mit der inländischen Gesetzgebung. Lebensmittel aus in der Schweiz verbotenen Produktionsmethoden sind zu verbieten oder zu deklarieren.

Gleich wie bei der «Trinkwasserinitiative» befürwortet der STS die Ziele der Initiative und bedauert, dass kein Gegenvorschlag zur Debatte steht. Damit die beabsichtigte Reduktion der Pestizidbelastung unterstrichen und die vorhandenen Vollzugsprobleme angegangen werden, heisst der STS deshalb die Initiative gut.