Medienmitteilung Tierschutzverein Kanton Luzern und Schweizer Tierschutz STS

182 Bauernhofkatzen

Von den Bauern sind sie durchaus erwünscht, aber nicht in unbegrenzter Anzahl. 182 Katzen von 47 Höfen in der Gemeinde Hergiswil (bei Willisau) am Napf hat der Tierschutzverein Kanton Luzern in den vergangenen Monaten kastriert. Unterstützt wurde die Aktion mit Mitteln aus dem Katzenkastrationsfonds des Schweizer Tierschutz STS.
Wie bereits in den vergangenen Jahren hat der Tierschutzverein Kanton Luzern auch im Winter 2017/2018 eine gross angelegte Bauernhofkatzen-Kastrationsaktion durchgeführt - dieses Mal im Luzerner Hinterland, am Napf. Zwischen November 2017 und anfangs Februar 2018 profitierten Landwirtschaftsbetriebe in der Gemeinde Hergiswil bei Willisau von stark vergünstigten Preisen für die Kastration ihrer Hofkatzen. Ob Kätzin oder Kater - für nur 30 Franken pro Tier wurden die Büsi kastriert und gleich noch geimpft und enwurmt. 100 Kätzinnen und 82 Kater kamen unter's Messer.
«Das ist ein grosser Erfolg», wie Josef Blum, Präsident Tierschutzverein Kanton Luzern, betont, «und es zeugt von der zunehmenden Einsicht der Bauernschaft, dass Kastration die einzig sinnvolle Lösung ist - bevor einem der Katzenbestand über den Kopf wächst.»

Katzenkastration ist Tierschutz
Zu einem Bauernhof gehören gesunde, muntere und zutrauliche Katzen, die Mäuse fangen, spielen und an der Sonne dösen. Eine heile Welt mit glücklichen Büsis überall? Realität ist: Wo Katzen nicht kastriert werden, vermehren sie sich schnell und bald leben zu viele von ihnen auf zu engem Raum. Das führt zu Revierkämpfen, Verletzungen und Krankheiten. Rangniedrige Tiere wandern ab und verwildern oder suchen auf anderen Bauernhöfen Unterschlupf. Einzig die Kastration von Kater und Kätzinnen verhindert nachhaltig das Tierleid. Wer seine Katze oder seinen Kater kastrieren lässt, beweist Tierliebe und Verantwortungsbewusstsein. Der Schweizer Tierschutz STS und seine Sektionen führen seit Jahren schweizweite Katzenkastrationsaktionen durch. So können - finanziert durch den Tierschutz mit rund 350'000 Franken jährlich - jeweils mehr als 10'000 verwilderte, herrenlose Katzen und Bauernhofkatzen kastriert werden.