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STS-Dokumentation enthüllt entsetzliche Zustände in Chinas Pelztierfarmen.
(01|02|05)  In einem weltweit ersten und detaillierten Bericht veröffentlichte der Schweizer Tierschutz STS an der heutigen Medienkonferenz in Zürich Dokumente, die grausamste Praktiken in den sogenannten Pelztierfarmen Chinas belegen. Füchse und Wildhunde werden lebendig gehäutet.

Ein sehr grosser Teil der Billigpelze, die man heute in Europa an Kapuzen, Kragen und dergleichen findet, stammt aus China, das ganz gross ins Geschäft eingestiegen ist. China produziert heute in seinen Zuchtfarmen jährlich allein über 1,5 Millionen Füchse und etwa gleich viele Marderhunde, nebst anderen Pelztieren wie beispielsweise Nerze, Rexkaninchen und sogar Hunde und Katzen.

Dass diese Millionen von Pelztieren in China genau gleich skandalös und tierquälerisch in engen Drahtkäfigen gehalten werden wie anderswo, war anzunehmen. Aber bis jetzt hatte niemand eine Ahnung, wie die chinesischen Füchse und Marderhunde sterben. Der Schweizer Tierschutz STS hat mutige Tierschützer gefunden die bereit waren, in der chinesischen Nordprovinz Hebei Aufnahmen zu machen, die an der heutigen Medienkonferenz erstmals veröffentlicht wurden. Die über sechsstündige Videodokumentation und die 560 Fotos zeigen, dass Füchse und Wild- oder Marderhunde mit einem Knüppel auf den Kopf geschlagen oder mit Schwung auf den Boden geknallt werden, um sie bewusstlos zu machen. Diese brutalen Methoden werden verwendet, damit das Fell nicht beschädigt wird. Viele Tiere sind jedoch nur betäubt und erlangen, während oder nachdem ihnen der Pelz abgezogen wurde, wieder das Bewusstsein. Der Todeskampf dauert in diesen Fällen fünf bis zehn Minuten. „Es ist ein entsetzlicher, unfassbarer Horror, der alles in den Schatten stellt, was bisher von den tierquälerischen Haltungsbedingungen und brutalen Tötungsmethoden in den westlichen sogenannten „Pelztierfarmen“ bekannt war“ erklärte sichtlich erschüttert Heinz Lienhard, Präsident des Schweizer Tierschutz STS, an der heutigen Medienkonferenz.

Mit der Veröffentlichung dieser grauenhaften Bilder aus China will der STS erreichen, dass jedermann und jede Frau realisiert, was sie oder er als Pelzverzierung an der Kapuze oder am Kragen trägt. Wie diese Tiere gelebt haben und wie sie gestorben sind. Die Öffentlichkeit muss es wissen, damit eine unsägliche Schande, die nicht in unsere zivilisierte Welt gehört, verschwindet. Und damit kein normal empfindender Mensch so etwas mehr tragen mag. Lolita Morena, die Fernsehmoderatorin und ehemalige Miss Schweiz, rief die Konsumentinnen und Konsumenten auf, auf Echtpelz-Bordüren konsequent zu verzichten.

Der ausführliche Bericht „Sterben für Pelz – die versteckte Wahrheit“ von Hsieh-Yi*, Yi-Chiao*, Yu Fu*, Mark Rissi und Barbara Maas kann auf www.tierschutz.com eingesehen werden.  (* Pseudonyme)


Für Rückfragen:
Pressestelle Schweizer Tierschutz STS, Telefon 079 209 72 52