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Die Rettung der Bassecourt-Äffchen.
Unbeschreibliches Chaos, Dreck und verfilzte, zitternde, kranke Tiere fanden die Tierschützer vor, als die Kunde in Tierschutzkreisen die Runde machte, der Tierpark Basse- court des bankrotten Zirkus Gasser-Olympia mache dicht. Unter den bedauernswerten Tieren befanden sich auch drei Äffchengruppen. Die Javaner- und Rhesusäffchen hausten in dunklen, überdachten Gehegen, die nur gegen die Nordseite offen waren. Kein Sonnenstrahl drang je hinter die Gitterstäbe.

Für den STS war klar: Den gepeinigten Tieren musste rasch geholfen werden, um die drohende Euthanasierung abzuwenden. Ein schwieriges Unterfangen, da mehrere artgerechte Unterkünfte gleichzeitig gesucht werden mussten. Die einzelnen Sippen durften nicht zusammen- geführt werden, denn sie hätten sich in Rangkämpfen gegenseitig stark verletzen oder gar töten können.

Eine Geschichte mit Happy-End?

Die Leiterin des Zoo Hasel in Remigen stellte das ehe- malige Gehege der Tigerin Blockos für den Umbau in eine affengerechte Behausung zur Verfügung. Die Sippe des Javanermännchens Jimmy ist Ende August in die geräu- mige Anlage eingezogen. Ein einzelnes Aeffchen fand in der Auffangstation von Pierre Challandes in der Nähe von Genf Unterschlupf.

Sippenchef Amore und zwei Jungtiere sind vorübergehend in der Quarantänestation des Walter Zoos in Gossau un- tergebracht. Dies ist jedoch nur eine zeitlich begrenzte und sehr teure Notlösung.
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NEU: Die Bassecourt-
Aeffchen in Bild und
Ton.

>> Videos anschauen
n Die ganze Geschichte
von Tschicksle und Jimmy, vom kleinen Junior, von Amore, Anna & Co. ... [ aus Tierreport 4/2007 ]
>> Download [ pdf-File ]
Eine Möglichkeit tut sich in Katalonien auf. Die Auffangstation für Schimpansen in Girona wird vom STS seit Jahren unterstützt. Die Stationsleiterin hat sich freundlicherweise bereit erklärt, die Tiere aufzunehmen. Doch zuerst muss ein Gehege mit heizbarem Innenraum gebaut werden. Das kostet Geld, viel Geld!

Viel Geld musste auch für die Unterbringung der Rhesusaffen eingesetzt werden. Die Gruppe stammt ursprünglich aus den Versuchslabors in Basel, wurde dann an den Röösli-Zoo im Luzernischen abgeschoben. Nach dem Kleinzoo landeten die Rhesusäffli schliesslich im Bassecourt-Verliess. Eine unverständliche, skandalöse Odyssee! John Bauder vom Kleinzoo im bernischen Kallnach erklärte sich bereit, ein Gehege mit heiz- barem Innenraum für die Wintertage zu bauen. Der STS und einige Stiftungen finanzierten das grossräumige, artgerechte Gehege. Im November konnten die Rhesusaffenbande ihr neues Gelände beziehen.