Als der Schweizer Tierschutz STS und kagfreiland in den 70er Jahren die Labelidee
aufbrachten und am Markt Boden- und Freilandeier als Alternative zu den damals gängigen
Batterieeiern lancierten, wurden sie zumeist belächelt. Heute finden sich Eier von
glücklichen Hühnern und Fleisch von Freilandtieren in den Einkaufskörben vieler
Konsumenten. Labelprodukte sind dem Nischendasein längst entwachsen.
Ob in Zukunft alle Nutztiere in der Schweiz ein glückliches Leben führen können oder ob
mit dem herrschenden Kostendruck in der Landwirtschaft vermehrt Tierfabriken Einzug
halten, hängt im wesentlichen von unserem Einkaufsverhalten ab. Je grösser die Nach-
frage nach Produkten aus tiergerechter Haltung, desto grösser der Ansporn, auf solche
Haltungsformen umzustellen. Der Schweizer Tierschutz STS setzt damit auf den infor-
mierten Konsumenten mit Herz!
Natürlich garantieren auch Labelprogramme keine paradiesischen Zustände für die Tiere.
Es geht um eine landwirtschaftliche Tierhaltung mit dem Ziel, die Nachfrage nach Fleisch,
Eiern und Milchprodukten zu befriedigen. Im Gegensatz zu Heimtieren wird die
Nutztierhaltung immer ein Kompromiss ziwschen Oekonomie und Tierschutz sein. Der Bauer
will von seinen Tieren leben und der Konsument nicht unbeschränkt Geld aus- geben beim
Kauf von Eiern, Fleisch und Milch. Klar ist aber, dass die Labeltierhaltung im Vergleich
zu konventionellen Haltungsformen ein deutlich höheres Tierwohl garantiert.
Als unabhängige Kontrollinstanz steht der Schweizer Tierschutz STS dafür ein, dass
Konsumentinnen und Konsumenten nicht getäuscht werden, dass die Anforderungen an eine
artgerechte Tierhaltung eingehalten und gegen schwarze Schafe Sanktionen ergriffen werden. |
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