Geschäftemacherei, Profitgier, Kriminalität

Hundeimportland Schweiz

Im Internet finden sich täglich mehrere hundert Angebote für Welpen und Tierschutzhunde aus der ganzen Welt. Wer nicht zwingend einen Rassehund möchte, wird sich schwer tun, gegenüber all den herzzerreissenden Geschichten über die Hundeschicksale aus Ländern wie Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Spanien und Italien resistent zu bleiben. Noch dazu glaubt man, mit der Übernahme eines Hundes aus dem Auslandstierschutz Gutes zu tun und aktive Tierschutzarbeit zu leisten, was sich in vielen Fällen aber als trügerisch erweist.

Tierschutz-, Tierhilfe- und Tiervermittlungsorganisationen schiessen europaweit wie Pilze aus dem Boden – auch in der Schweiz existieren zahlreiche solcher Organisationen. Der STS hat mit einer aufwändigen Recherche versucht, einen Weg zu zeigen, wie wertvolle Tierschutzarbeit in den Ländern vor Ort von skrupelloser Geschäftemacherei abgegrenzt werden kann. Das Resultat, kurz zusammengefasst: Die Tierschutzprobleme in den europäischen Ländern sind trotz der politischen Bestrebungen, ein einheitliches Europa zu entwickeln, sehr unterschiedlich. Sie sind von Faktoren abhängig, die nur in den einzelnen Ländern und Regionen selbst geregelt werden können. Dazu zählen unter anderem nebst den (vorhandenen oder fehlenden) gesetzlichen Regelungen auch die wirtschaftliche Lage vor Ort und die damit verknüpfte Ressourcenbereitstellung, wie auch die länderspezifischen Mentalitäten der Bevölkerung im Umgang mit Tieren.