STS-Recherche

Tierschutzprobleme in der Schweizer Reptilienhaltung

Der Schweizer Tierschutz STS führte von 2015 bis 2016 eine umfassende Recherche durch, welche erstmals einen Überblick über die Schweizer Reptilienhaltung und die vorhandenen Tierschutzprobleme aufzeigt. Thematisiert werden Umfang und Artenspektrum der in Schweizer Haushalten als Heimtiere gehaltenen Reptilienpopulation, Erwerbsmöglichkeiten von Reptilien, Informationsvermittlung im Verkauf, Fachwissen der Reptilienhalter, Haltungsprobleme, Abgabegründe und gesetzliche Grundlagen zur Reptilienhaltung.

Tierschutzprobleme und aufgedeckte Tierquälereien sorgen bei Hunden, Katzen oder Nagern berechtigterweise für grosse öffentliche Empörung. Reptilien hingegen stehen kaum je im Zentrum des öffentlichen Interesses und litten bislang still vor sich hin. Weder können sie auf den durch flauschiges Fell bedingten «Niedlichkeitsbonus» zählen noch machen sie mit Lauten oder deutlichen Leidensanzeichen auf sich aufmerksam.

Der Schweizer Tierschutz STS ist der Ansicht, dass die im Bericht detailliert aufgezeigten Tierschutzprobleme dringend angegangen werden müssen. Dabei geht es nicht um ein Verbot der Reptilienhaltung oder Positivlisten. Vielmehr gilt es, Wissen und Können der Reptilienhalter anzuheben, den Tierhandel besser zu überwachen, das Angebot und die Kompetenz der Zoofachgeschäfte zu verbessern und umfangreichere gesetzliche Grundlagen samt konsequentem Vollzug zu schaffen.