Grizzly - Menschen und Tiere im Altersheim

Heimeigene Tiere

Für ältere Menschen, ganz besonders für Demenzkranke oder AlzheimerpatientInnen ist der regelmässige Kontakt mit Tieren äusserst wertvoll und hilfreich. Alte Menschen, die oft kaum noch mit ihren Mitmenschen kommunizieren, sprechen in der Regel sehr gut auf Kontakte mit Tieren an, denen sie sich zu öffnen vermögen.
Es gibt eine Reihe von Alters- und Pflegeheimen, die aus diesem Grund eigene Tier halten, von der heimeigenen Katze bis zum Kleinzoo mit Eseln, Ponys, Schafen und Hühnern. Das Heimpersonal hat dadurch zwar eine gewisse Mehrarbeit, es braucht eventuell sogar einen ausgebildeten Tierpfleger zur Betreuung der Tiere, aber das Glück und die Zufriedenheit der menschlichen Pensionäre wiegt diesen Mehraufwand jederzeit auf. Die Tiere bringen Abwechslung in den Alltag, und manchmal können sogar Heimbewohnerinnen und Heimbewohner in der (Mit-)Betreuung der Tiere eine erfüllende Aufgabe finden.

Tiere sind eine derart grosse Bereicherung, dass es sich auf jeden Fall lohnt, die Anschaffung von heimeigenen Tieren zu überlegen – je nach verfügbaren Platzverhältnissen gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Eine grosse Volière mit Vögeln
  • Meerschweinchen oder Kaninchen mit Innen- und Aussengehege
  • Ein paar Hühner mit Hühnerhaus und genügend Auslauf (Enten sind deutlich aufwändiger, weil sie fliessendes Wasser oder wenigstens einen Teich brauchen, der regelmässig gereinigt werden muss)
  • Schafe, auch kleinrassige (Ziegen sind anspruchsvoller als Schafe, weil sie neugieriger, frecher und oft auch den Menschen gegenüber aufdringlicher sind)
  • Esel oder Ponys (hier sind kleine Rassen zu bevorzugen)
  • Wenn Sie in Ihrem Heim noch keine Tiere halten, sind wir Ihnen bei der Planung und Beratung jederzeit gern behilflich. Unterlagen finden Sie auch unter «Publikationen»

    Wildtiere

    Wenn Sie keine eigenen Tiere halten können oder wollen, empfiehlt sich zumindest ein naturnaher, giftfreier Garten(-bereich) mit einheimischen Pflanzen für die Beobachtung von verschiedenen wilden Gästen:

  • einheimische Pflanzen und Sträucher für Schmetterlinge und andere Insekten (zB Sommerflieder, Brennnesseln, Hagebutten etc)
  • ein kleiner Teich für Amphibien und Libellen (Achtung: sobald Frösche zuziehen, kann der Lärm als störend empfunden werden)
  • Trockenstandorte und Trockenmauern für Eidechsen, Blindschleichen, Spinnen, Käfer
  • Asthaufen für Igel
  • Nistkästen für Vögel
  • Unterkünfte für Fledermäuse