Petition für besseren Schutz der Alpschafe

Petition Alpschafe

Petition zuhanden der zuständigen kantonalen und eidgenössischen Behörden.

Der Schweizer Tierschutz STS stellt bezüglich der Schaf-Wolf-Problematik in unserem Land folgende sechs Forderungen:

  • Bessere Tierhaltungsbedingungen auf den Alpweiden
    Schafe und Ziegen müssen auf den Alpweiden über ausreichend natürliche oder künstliche Unterstände und sicheren Zugang zu Wasser verfügen. Die Herden müssen, wie im Talgebiet Pflicht,täglich kontrolliert werden.
  • Bessere Tiergesundheit auf den Alpweiden
    Vor der Alpsaison müssen die Herden einer Moderhinkesanierung unterzogen werden, hinkende und verletzte Alpschafe müssen schnellstmöglich einer tierärztlichen Behandlung zugeführt werden. Der Gesundheitszustand der Alpschafe ist durch die Behörden stichprobenweise auch ausserhalb des Alpauf- oder -abzugs zu kontrollieren.
  • Herdenschutzpflicht
    Herdenschutzpflicht für alle Schaf- und Ziegenherden im Verbreitungs- und Erwartungsgebiet von Wolf, Bär und Luchs: Im Minimum sollen Herden mit Elektrozäunen und/oder Schutzhunden geschützt oder behirtet sowie täglich kontrolliert werden.
  • Keine Subventionen mehr für ungeschützte Schafherden
    Nur Schafhalter, die ihre Aufsichts- und Schutzpflicht gegenüber den ihnen anvertrauten Alpschafen und -ziegen wahrnehmen, sollen künftig subventioniert werden.
  • Aufgabe von «unschützbaren» Alpen
    Wo der Herdenschutz respektive die Behirtung aus topografischen oder anderen Gründen unmöglich ist, soll auf den Alpbetrieb mit Schafen und Ziegen verzichtet werden. Es ist verantwortungslos, diese Tiere schutzlos zu weiden.
  • Keine Lockerung des Schutzstatus von Wolf, Luchs und Bär
    Insbesondere keine präventiven «regulierenden» Abschüsse aufgrund von Schafrissen oder sinkender Jagderträge, keine Abschüsse von Rudelwölfen und Wolfswelpen. Verzicht auf den Austritt aus der Berner Konvention.